Die Idee zum Café
1998: Ein privater Internetanschluss ist noch Luxus, elektronische Kommunikation gilt als das Medium der Zukunft. Die IT-Branche boomt, die ersten Internetcafés für
Jugendliche sind eröffnet, und die fehlende Medienkompetenz der Jugendlichen wird überall beschworen.
PädagogInnen sehen diese Entwicklung teils mit großer Skepsis, teils mit Faszination. Im MATT, dem Mädchenarbeitstreff der Evangelischen Jugend in Köln und Umgebung, entsteht die Idee, einen Ort für Medien, Mädchen und junge Frauen zu schaffen, ein eigenes Internetcafé. Es soll einen offenen Bereich und Bildungsangebote für die Besucherinnen geben. Interne und externe Gruppenarbeit und Fortbildungen für Multiplikatorinnen sollen das Angebot ergänzen. Im Sommer 1998 wird der Antrag auf Förderung als Modellprojekt beim Jugendministerium des Landes NRW gestellt.
Im Laufe der Zeit arbeiten wir vermehrt mit Mädchen aus sozial benachteiligten Familien oder mit Migrationshintergrund. Die Textverarbeitungskurse der Anfangszeit werden zu innovativen, kreativen Medienprojekten wie der Schulung von Gestaltungsmöglichkeiten im Web 2.0 wie der Erstellung eines eigenen Blogs, dem Produzieren von Filmen usw.
Die Mobile Arbeit vor Ort, z.B. an Schulen in Köln und Umgebung, nimmt zu. Themen von heute sind Social Communities, Cybermobbing und Sicherheit im Internet. girlspace beteiligt sich aktiv an Veranstaltungen wie: Mädchenkulturtag, Jugendstiftungstag, girlsday, Deutscher Evangelischer Kirchentag, Evangelisches Jugendcamp, Mädchen-Computernacht, Gemeindefesten und Festen des Familienzentrums Kartause.
Finanzierung
- Von 1999 – 2002 wurde das girlspace als Modellprojekt vom Land NRW finanziert.
- Seit 2003 unter der Trägerschaft des girlspace e.V. maßgebliche Finanzierung durch die Laura-Oelbermann-Stiftung und die Evangelische Jugend in Köln und Umgebung.
- Einige Projekte fördert der Landesjugendplan, einzelne Bildungsmaßnahmen anteilig die Stadt Köln.
Preise und Auszeichnungen
November 2003
Verleihung des Dieter-Baacke-Preises (4. Platz) für das medienpädagogische Projekt „Frauennet“. Prämiert werden bundesweit beispielhafte Projekte aus der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien.
Oktober 2004
Kölner CDU-Bürgerpreis (1. Platz) für gute ehrenamtliche Arbeit mit dem Ziel, Mädchen und Frauen mit den Bereichen Medien und Technik vertraut zu machen.
März 2004
Oberbürgermeister Schramma überreicht den 3. Preis der Bürgerstiftung Köln für das Projekt „Gast in einem fremden Land, das zur Heimat werden kann“.
